Die WALK- & LAUFAKADEMIE

IRONMAN HAWAII MIT FLOW: WENN TRäUME WAR WERDEN

FLOWSPORTlerIn Edda Sterl Klemm im FLOW-Talk

Wer so eine Münze sein Eigen nennen darf, hat sich für dem Ironman in Hawaii qualifiziert

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Nach dem perfekten Rennen und Platz 1 in der Age Group fällt ein Lächeln nicht schwer

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Ein Tag beim Ironman beginnt zumeist gegen 4h Früh.

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Zum IM-Start sind es vom "Hotel Sterl" aus immer nur ein paar Sekunden

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Nach Hawaii muss geflogen werden;(, aber ansonsten ist das Wohnmobil erste Wahl bei Fam. Sterl

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Die quälenden Gedanken vor dem Start vergisst mal schnell wenn zuerst einmal 3.8 km geschwommen werden

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Nicht nur F1 Boliden bekommen einen Namen, "Contessa" ist die treue "Rad-Gefährtin" von Edda

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In der Aeroposition konnte die FLOWSPORTlerin in Kalmar in 5:37 auf 180 km eine neue persönliche Bestzeit erzielen.

In der Aeroposition konnte die FLOWSPORTlerin in Kalmar in 5:37 auf 180 km eine neue persönliche Bestzeit erzielen.

Die Beine werden auf 42 km immer müder, aber......

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....wenn der Zielkanal immer näher kommt, werden die Schmerzen schnell ausgeblendet

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Die Erleichterung ist jedem IM Finisher ins Gesicht geschrieben, lacht man bei Platz 1 eigentlich anders Edda?

Die Erleichterung ist jedem IM Finisher ins Gesicht geschrieben, lacht man bei Platz 1 eigentlich anders Edda?

Nur wenige haben das Vergnügen zur Siegerehrung bei einem IM eingeladen zu werden

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Der nette Blumenbehang zeigt schon wohin die nächste Reise geht

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Privat wie sportlich das perfekte Team - Edda & Michi

Privat wie sportlich das perfekte Team - Edda & Michi

 

M Hawaii mit FLOW: FLOWSPORTlerIn Edda Sterl-Klemm im großen Talk! 
FLOWSPORTS: Vorweg gleich einmal herzliche Gratulation zu deinem Age Group Sieg beim Ironman in Kalmar vor gut einer Woche und deiner direkten Qualifikation für die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii. Kannst du uns ein paar Eindrücke von diesem Tag schildern und den Emotionen die sich dann im Ziel bei dir abgespielt haben?
Nach einer relativ ruhigen Nacht hat der Tag um 4 Uhr Früh gut ausgeruht begonnen, kleiner Besuch bei Contessa in der Wechselzone zum Wachküssen (schließlich musste sie die Nacht alleine im Freien verbringen, finster und nass ...), mit Luft und Verpflegung versorgt und nochmals die Wechselsäcke kontrolliert, die Wechselwege eingeprägt. Anschließend ging's ans Einlaufen und Aufwärmen, rein in den Neo und an den Start. 
16,6 Grad war für mein Gefühl etwas frisch aber darüber konnte ich nicht lange jammern, schon begann der Rolling Start. Also rein ins Nass und möglichst schnell durch die Millionen von Quallen pflügen, zum Orientieren wars wegen dem Nebel ziemlich schwer, die orangen Bojen waren kaum zu erkennen, also immer den anderen Schwimmern nach, dafür waren die Wellen nicht so schlimm. Durch den Kopf gehen dabei tausend Gedanken wie Arm strecken, Zug und Druck, nicht nachlassen, nicht einschlafen, dran bleiben, Neos bewundern, ...
Nach einem gefühlt langsamen Wechsel, aber motiviert von Michi zugerufenen Schwimmzeit ging's auf die recht flache, jedoch sehr windige Radstrecke. Die ersten 120km führen über die Insel Öland, flach und Wind von allen Seiten, immer nur den Garmin im Blick, hab ich versucht Druck zu machen und Zeit gut zu machen. Im Kopf läuft dabei zur Motivation immer der Rechner mit, jeder Split über 30km bringt Gutpunkte :). Zurück am Festland hat mir Michi bei der Wende schon Platz 2 zugerufen. Also nur noch 60km und auf keinen Fall überholen lassen! Durch eine jüngere Athletin motiviert, von der wir uns keinesfalls überholen oder gar abhängen lassen wollten, haben Contessa und ich Auch die letzen Kilometer sicher hinter uns gelassen. In der Wechselzone bin ich dann ganz schön dahergewackelt, von elegant laufend zum Wechselsack keine Spur.
Als 2. auf der Laufstrecke mit zwei Minuten Rückstand lief nach wenigen Metern aber alles wieder rund. Schon bei km 5 rief mir Michi zu, dass ich theoretisch in Führung lag. Während ich weiterlief, leistete Michi traumhafte Coachleistung ever! Mit Hilfe von Freunden und unseren Töchtern zu Hause versorgte er mich alle paar km mit Infos zu Pace und Zeitabständen zu meinen Verfolgerinnen, und der Vorsprung wurde immer größer. Natürlich wurden auch meine Beine immer müder, der Pace langsamer, die Füße wunder. Daher war ich bis zum Schluss besorgt, unsicher dass noch etwas schief geht, Michi hat mich ständig beruhigt, Grüße von Freunden ausgerichtet und mich aufgebaut -das war echt toll! Auf der Zielgerade war es dann auch für mich klar - einfach unglaublich! Die Emotionen im Ziel - weinen vor Dankbarkeit und endlich loslassen einer enormen Anspannung!
FLOWSPORTS: Wie bist du eigentlich zum Triathlon gekommen und ist mit dieser Qualifikation für den IM auf Hawaii dein großes sportliches Ziel in Erfüllung gegangen?
Zum Triathlon bin ich durch meinen Mann Michi gekommen. Er hat diesen Sport schon früher mal betrieben und wollte immer einmal beim IM in Kärnten durchs Ziel laufen. Nachdem dabei fürs Training viel Zeit drauf geht, war es irgendwie logisch, diese Zeit gemeinsam zu verbringen. Mir ging's dabei mehr um die gemeinsame Zeit. Erst später beim ersten IM Stockerlplatz in Pescara wurde mir bewusst, dass auch Hawaii als Ziel erreichbar sein könnte.
FLOWSPORTS: Du und dein Mann Michael bilden ja nicht nur privat sondern auch sportlich ein ideales Paar. Trainiert ihr viel zusammen oder seht ihr euch in intensiven Trainingsphasen nur am Abend beim Essen?
Wir trainieren während dem Jahr nahezu immer gemeinsam :) dass ist uns beiden sehr wichtig! Auch wenn unterschiedliche Intensitäten geplant sind, beginnen wir gemeinsam und kommen wieder gemeinsam nach Hause. Getrenntes Training in intensiven Phasen läuft meist zu Zeiten ab, wenn der andere auch anderweitig beschäftigt ist. Sobald wir unsere Trainingspläne für die Woche haben, besprechen wir immer, wie wir die Woche organisieren, so bleibt viel gemeinsame Zeit und auch Anteilnahme und Verständnis für das Training des anderen.
FLOWSPORTS: Wie wir wissen, ist ja in diesem Jahr nicht alles nach Plan gelaufen. Eine notwendige Hallux Op hat dich begleitet und du konntest nicht immer dein geplantes Training umsetzen. Wie motivierst du dich wenn unerwartete Rückschläge dein Leben begleiten?
Zuerst weine ich einmal .... Dann kommen mein Trainer und mein Mann und reden mir gut zu, bis ich auch wieder glauben kann, dass alles gut wird. Das Training nach Plan und das Schaffen von Trainingszielen und abhacken der einzelnen Trainingseinheiten baut mich wieder auf.
FLOWSPORTS: Was macht für dich die Faszination im Triathlon aus?
Das abwechslungsreiche Training - abgesehen von den drei unterschiedlichen Disziplinen unterscheiden sich auch die einzelnen Trainingseinheiten so sehr, ständig gibt es andere Aufgaben, das ist einfach spannend, wie ein Spiel. Dass aus diesen unterschiedlichsten Einheiten im Wettkampf dann diese Dreierkombination gut gelingt, ist immer wieder erstaunlich!
FLOWSPORTS: Welche der drei Ausdauerdisziplinen betreibst du am liebsten und wie wichtig ist für dich zusätzliches Kraft- & Beweglichkeitstraining? 
Laufen ist mein Favorit- am liebsten Grundlagenausdauer mit Hörbuch, aber auch unterschiedliche Intervalle haben ihren Reiz.
Kraft- und Bewegungstraining gehören mittlerweile zu den Basics und bringen noch mehr Abwechslung. Besonders nach Verletzungen und der Op habe ich gemerkt, wie wichtig beides ist.
FLOWSPORTS: Beim Ironman in Schweden konntest du deine persönliche Bestzeit um fast eine halbe Stunde verbessern. Warst du von deinem Finish in 10 Stunden 42 Minuten und 59 Sekunden überrascht oder war diese Leistungssteigerung absehbar?
Eine Verbesserung gewünscht habe ich mir natürlich, erhofft habe ich mir eine Zeit nicht langsamer als die alte Bestzeit. Mein Trainer hat mich da ein bisserl besser erkannt, er hat sich bei der Zielzeit um knappe 1,40 Minuten verschätzt :) (sein Tipp war 10:44:38)
FLOWSPORTS: Wie sieht ein typischer Trainingstag bei dir aus?
ich komme zwischen 17/18 Uhr nach Hause, dann wird noch ausgeruht und um ca 20 Uhr geht's los zum Training, Rückkehr ca 23 Uhr. Am Wochenende trainieren wir natürlich untertags. Zur Vorbereitung auf Schweden haben wir die letzten Wochenenden am Neusiedlersee verbracht, um das Rad fahren und laufen im Wind zu trainieren. 
FLOWSPORTS: Du fährst ja regelmäßig auf ein Trainingslager nach Fuerteventura oder Mallorca. Warum eigentlich?
einerseits weil dort im Winter und Frühjahr ideale Trainingstemperaturen herrschen und schon früh Radkilometer gesammelt werden können. Andererseits aber auch, weil ich mich dort nur auf Training und Erholung konzentrieren kann. Die Trainingsanlagen  sind  ideal ausgestattet, das Wetter perfekt, das Essen super lecker und ich darf alles genießen! Sleep -Train -Eat - and repeat 
FLOWSPORTS: Welche Ratschläge würdest du sportbegeisterten Personen geben die mit Triathlon anfangen wollen und auch einmal einen Ironman machen wollen?
Unbedingt mit Trainingsplan und Trainer betreut trainieren, langsam aufbauen, mit kleinen Wettkämpfen beginnen und sich ausreichend Zeit lassen (bei uns waren es zwei Jahre) bis zur ersten Langdistanz. Gut vorbereitet macht der Wettkampf einfach viel mehr Spaß!
FLOWSPORTS: Neben Schwimmen - Radfahren und Laufen heißt es immer das die Ernährung die vierte Disziplin bei einer Langdistanz sind. Worauf achtest du da?
Schon in den letzten Wochen vor dem Bewerb gewöhne ich mich an Riegel und Gels. Im Rennen selbst habe ich einen ganz genauen Zeitplan, wann was gegessen und getrunken wird. Davon weiche ich kaum ab, Experimente gibt es so gut wie nicht.
FLOWSPORTS: Am 8. Oktober 2016 findet nun die Weltmeisterschaft auf Hawaii statt und du bist dabei. Wie sehen die kommenden Wochen bei dir aus?
Jetzt mal erholen und die Blasen abheilen lassen, locker Rad fahren und bisserl schwimmen, ja und dann verlasse ich mich auf meinen Trainer, die richtige Kurve zwischen Aufbau und Erholung zu finden. 
FLOWSPORTS: Hast du schon eine Vorstellung was dich auf Kona Island erwarten wird?  
Sonne, Hitze, Wind, Stimmung und ein anstrengendes Rennen.
FLOWSPORTS: Welche Ziele hast du dir für deinen großen Tag Anfang Oktober gesteckt?
Natürlich werde ich versuchen, mein Bestes zu geben! Ob die sieben Wochen bis dahin ausreichen, ist jetzt noch nicht absehbar. Finishen wäre mein vorrangigstes Ziel! 
FLOWSPORTS: Vielen lieben Dank für diesen FLOW-Talk und alles gute für den IM auf Hawaii!

Ironman Hawaii 2016 mit FLOWEdda Sterl-Klemm ist FLOWSPORTlerIn der ersten Stunde & wir haben sie zum großen Hawaii- Talk gebeten! 

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FLOWSPORTS: Vorweg gleich einmal herzliche Gratulation zu deinem Age Group Sieg beim Ironman in Kalmar vor 11 Tagen und deiner direkten Qualifikation für die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii. Kannst du uns ein paar Eindrücke von diesem Tag schildern und den Emotionen die sich dann im Ziel bei dir abgespielt haben?

Edda: Nach einer relativ ruhigen Nacht hat der Tag um 4 Uhr Früh gut ausgeruht begonnen, kleiner Besuch bei Contessa in der Wechselzone zum Wachküssen (schließlich musste sie die Nacht alleine im Freien verbringen, finster und nass ...), mit Luft und Verpflegung versorgt und nochmals die Wechselsäcke kontrolliert, die Wechselwege eingeprägt. Anschließend ging's ans Einlaufen und Aufwärmen, rein in den Neo und an den Start. 

16,6 Grad war für mein Gefühl etwas frisch aber darüber konnte ich nicht lange jammern, schon begann der Rolling Start. Also rein ins kalte Nass und möglichst schnell durch die Millionen von Quallen pflügen, zum Orientieren wars wegen dem Nebel ziemlich schwer, die orangen Bojen waren kaum zu erkennen, also immer den anderen Schwimmern nach, dafür waren die Wellen nicht so schlimm. Durch den Kopf gehen dabei tausend Gedanken wie Arm strecken, Zug und Druck, nicht nachlassen, nicht einschlafen, dran bleiben, Neos bewundern, nicht zu genau nach unten schauen, ...

Nach einem gefühlt langsamen Wechsel, aber motiviert von Michi zugerufener Schwimmzeit ging's auf die recht flache, jedoch sehr windige Radstrecke. Die ersten 120km führen über die Insel Öland, flach und Wind von allen Seiten, immer nur den Garmin im Blick, hab ich versucht Druck zu machen und Zeit gut zu machen. Im Kopf läuft dabei zur Motivation immer der Rechner mit, jeder Split über 30km bringt Gutpunkte :). Zurück am Festland hat mir Michi bei der Wende schon Platz 2 zugerufen. Also nur noch 60km und auf keinen Fall überholen lassen! Durch eine jüngere Athletin motiviert, von der wir uns keinesfalls überholen oder gar abhängen lassen wollten, haben Contessa und ich auch die letzen Kilometer sicher hinter uns gelassen. In der Wechselzone bin ich dann ganz schön dahergewackelt, von elegant laufend zum Wechselsack keine Spur.

Als 2. auf der Laufstrecke mit zwei Minuten Rückstand lief nach wenigen Metern aber alles wieder rund. Schon bei km 5 rief mir Michi zu, dass ich theoretisch in Führung lag. Während ich weiterlief, leistete Michi traumhafte Coachleistung ever! Mit Hilfe von Christian und unseren Töchtern zu Hause versorgte er mich alle paar km mit Infos zu Pace und Zeitabständen zu meinen Verfolgerinnen, und der Vorsprung wurde immer größer. Natürlich wurden auch meine Beine immer müder, der Pace langsamer, die Füße wunder. Daher war ich bis zum Schluss besorgt, unsicher dass noch etwas schief geht. Michi hat mich ständig beruhigt, Grüße von Freunden ausgerichtet und mich aufgebaut -das war echt toll! Auf der Zielgerade war es dann auch für mich klar - einfach unglaublich! Die Emotionen im Ziel - weinen vor Dankbarkeit und endlich loslassen einer enormen Anspannung!

FLOWSPORTS: Wie bist du eigentlich zum Triathlon gekommen und ist mit dieser Qualifikation für den IM auf Hawaii dein großes sportliches Ziel in Erfüllung gegangen?

Edda: Zum Triathlon bin ich durch meinen Mann Michi gekommen. Er hat diesen Sport schon früher mal betrieben und wollte immer einmal beim IM in Kärnten durchs Ziel laufen. Nachdem dabei fürs Training viel Zeit drauf geht, war es irgendwie logisch, diese Zeit gemeinsam zu verbringen. Mir ging's dabei mehr um die gemeinsame Zeit. Erst später beim ersten IM Stockerlplatz in Pescara wurde mir bewusst, dass auch Hawaii als Ziel erreichbar sein könnte.

FLOWSPORTS: Du und dein Mann Michael bilden ja nicht nur privat sondern auch sportlich ein ideales Dream Team. Trainiert ihr viel zusammen oder seht ihr euch in intensiven Trainingsphasen nur am Abend beim gemeinsamen Essen?

Edda: Wir trainieren während dem Jahr nahezu immer gemeinsam :) das ist uns beiden sehr wichtig! Auch wenn unterschiedliche Intensitäten geplant sind, beginnen wir gemeinsam und kommen wieder gemeinsam nach Hause. Getrenntes Training in intensiven Phasen läuft meist zu Zeiten ab, wenn der andere auch anderweitig beschäftigt ist. Sobald wir unsere Trainingspläne für die Woche haben, besprechen wir immer, wie wir die Woche organisieren, so bleibt viel gemeinsame Zeit und auch Anteilnahme und Verständnis für das Training des anderen.

FLOWSPORTS: Wie wir wissen, ist ja in diesem Jahr nicht alles nach Plan gelaufen. Eine notwendige Hallux Op hat dich begleitet und du konntest nicht immer dein geplantes Training umsetzen. Wie motivierst du dich wenn unerwartete Rückschläge dein Leben begleiten?

Edda: Zuerst weine ich einmal .... Dann kommen mein Trainer und mein Mann und reden mir gut zu, bis ich auch wieder glauben kann, dass alles gut wird. Das Training nach Plan und das Schaffen von Trainingszielen und abhacken der einzelnen Trainingseinheiten baut mich wieder auf.

FLOWSPORTS: Was macht für dich die Faszination im Triathlon aus?

Edda: Das abwechslungsreiche Training - abgesehen von den drei unterschiedlichen Disziplinen unterscheiden sich auch die einzelnen Trainingseinheiten so sehr, ständig gibt es andere Aufgaben, das ist einfach spannend, wie ein Spiel. Dass aus diesen unterschiedlichsten Einheiten im Wettkampf dann diese Dreierkombination gut gelingt, ist immer wieder erstaunlich!

FLOWSPORTS: Welche der drei Ausdauerdisziplinen betreibst du am liebsten und wie wichtig ist für dich zusätzliches Kraft- & Beweglichkeitstraining? 

Edda: Laufen ist mein Favorit- am liebsten Grundlagenausdauer mit Hörbuch, aber auch unterschiedliche Intervalle mit starker Musik haben ihren Reiz. Kraft- und Bewegungstraining gehören mittlerweile zu den Basics um mich weiterzuentwickeln. Außerdem bringen Sie noch mehr Abwechslung und auch Spaß ins Training. Besonders nach Verletzungen und der Op habe ich gemerkt, wie wichtig beide für den Aufbau sind.

FLOWSPORTS: Beim Ironman in Schweden konntest du deine persönliche Bestzeit um fast eine halbe Stunde verbessern. Warst du von deinem Finish in 10 Stunden 42 Minuten und 59 Sekunden überrascht oder war diese Leistungssteigerung absehbar?

Edda: Eine Verbesserung gewünscht habe ich mir natürlich, erhofft habe ich mir eine Zeit nicht langsamer als die alte Bestzeit. Mein Trainer hat mich da ein bisserl besser erkannt, er hat sich bei der Zielzeit um knappe 1,40 Minuten verschätzt :) (sein Tipp war 10:44:38)

FLOWSPORTS: Wie sieht ein typischer Trainingstag bei dir aus?

Edda: Ich komme zwischen 17/18 Uhr nach Hause, dann wird noch ausgeruht und um ca 20 Uhr geht's los zum Training, Rückkehr ca 23 Uhr. Am Wochenende trainieren wir natürlich untertags. Zur Vorbereitung auf Schweden haben wir die letzten Wochenenden am Neusiedlersee verbracht, um das Rad fahren und laufen im Wind zu trainieren. 

FLOWSPORTS: Du fährst ja regelmäßig auf ein Trainingslager nach Fuerteventura oder Mallorca. Warum eigentlich?

Edda: Einerseits weil dort im Winter und Frühjahr ideale Trainingstemperaturen herrschen und schon früh Radkilometer gesammelt werden können. Andererseits aber auch, weil ich mich dort nur auf Training und Erholung konzentrieren kann. Die Trainingsanlagen  sind  ideal ausgestattet, das Wetter perfekt, das Essen super lecker und ich darf alles genießen - Sleep -Train -Eat - and repeat! 

FLOWSPORTS: Welche Ratschläge würdest du sportbegeisterten Personen geben die mit Triathlon anfangen wollen und auch einmal einen Ironman machen wollen?

Edda: Unbedingt mit Trainingsplan und Trainer betreut trainieren, langsam aufbauen, mit kleinen Wettkämpfen beginnen und sich ausreichend Zeit lassen (bei uns waren es zwei Jahre) bis zur ersten Langdistanz. Gut vorbereitet macht der Wettkampf einfach viel mehr Spaß!

FLOWSPORTS: Neben Schwimmen - Radfahren und Laufen heißt es immer das die Ernährung die vierte Disziplin bei einer Langdistanz sind. Worauf achtest du da?

Edda: Schon in den letzten Wochen vor dem Bewerb gewöhne ich mich an Riegel und Gels und teste die idealen Mengen und Abstände. Im Rennen selbst habe ich einen ganz genauen Zeitplan, wann was gegessen und getrunken wird. Davon weiche ich kaum ab, außer mein Körper würde anderes signalisieren, was er aber wegen der Vorbereitung nicht macht. Experimente gibt es so gut wie nicht.

FLOWSPORTS: Am 8. Oktober 2016 findet nun die Weltmeisterschaft auf Hawaii statt und du bist dabei. Wie sehen die kommenden Wochen bei dir aus?

Edda: Jetzt mal erholen und die  Füße abheilen lassen, locker Rad fahren und bisserl schwimmen, ja und dann verlasse ich mich auf meinen Trainer, die richtige Kurve zwischen Aufbau und Erholung zu finden. 

FLOWSPORTS: Hast du schon eine Vorstellung was dich auf Kona Island erwarten wird?  

Edda: Sonne, Hitze, Wind, Stimmung, viele professionelle Athleten und ein anstrengendes Rennen.

FLOWSPORTS: Welche Ziele hast du dir für deinen großen Tag Anfang Oktober gesteckt?

Edda: Natürlich werde ich versuchen, mein Bestes zu geben! Ob die sieben Wochen bis dahin ausreichen, ist jetzt noch nicht absehbar.  Mit Contessa das Rennen sicher zu erleben und lachend zu finishen, wären meine vorrangigsten Ziele! 

FLOWSPORTS: Vielen lieben Dank für diesen FLOW-Talk und alles gute für den IM auf Hawaii!

 

 

 

 


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