Dass die Bauarbeiten im Stadthallenbad per sofort gestoppt wurden – die FLOW-NEWS haben darüber berichtet – trifft neben den vielen Hobby-SchwimmerInnen auch und vor allem den Spitzensport.
Letzteren aber nicht überraschend, wie Mirna Jukic berichtet. „Mir war schon vor Monaten klar, dass man vor September 2012 nicht in der Stadthalle wird schwimmen können“, so die „pensionierte“ Medaillensammlerin.
Bereits zwei Mal musste die Eröffnung verschoben werden, erst von September 2011 auf November und dann auf Februar 2012.
Seit Montag ist klar, dass auch dieser Termin wegen grober Baumängel nicht halten wird. „Wenn es schon so losgeht, dass immer wieder verschoben wird, dann kann das ja nichts werden.“
Stadionbad eine "Katastrophe"
Während es die 25-Jährige, die zuletzt bei den Youth Olympic Games in Innsbruck als Mentorin und Bloggerin im Einsatz war, nicht mehr betrifft, beeinträchtigt der Baustopp die Olympia-Vorbereitung von Bruder Dinko Jukic in großem Ausmaß.
Zwar gibt es mit dem Stadionbad eine Alternative, dort sind aber Probleme vorprogrammiert. „Im Sommer wird es dort wieder eine Katastrophe, weil das Stadionbad dann wieder mit Badegästen voll ist.
Dazu kommt, dass das ständige Training in der Traglufthalle nicht optimal ist“, so Jukic, die auf der anderen Seite des Happel-Stadions ein Büro im OSV-Headquarter hat.
Trainingslager kein Nachteil
Ob Vater Zeljko, Bruder Dinko und der Rest der kleinen Trainingsgruppe – unter anderem schwimmt auch Fabienne Nadarajah mit – die Olympia-Vorbereitung im Stadionbad oder doch wie bereits angekündigt zum Großteil im Ausland absolvieren werden, wird in den nächsten Wochen entschieden.
„Es gibt schon die Überlegung, längere Trainingslager im Ausland einzuschieben. Aber das ist auch schwierig, weil man immer alles zu Hause lassen muss“, weiß Mirna Jukic, die zu aktiven Zeiten immer wieder zum Training nach Kroatien „übersiedelt“ ist.
Das muss auch nicht schlecht sein: „Wenn du fern der Heimat bist, hast du die Möglichkeit, dich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Auf Trainingslager kannst du alles andere ausblenden.“
"Möglichkeiten bestens nützen"
Die Zeit drängt jedenfalls, in einem halben Jahr wird in London das Olympische Feuer entzündet.
„Dinko weiß natürlich, dass er nur mehr rund 180 Tage Zeit hat. Jetzt geht es darum, dass er seine Möglichkeiten bis dahin bestens nützt.“
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Kommentare
Schmerzhafte Verzögerung! Ist aber Baustellenalltag denke ich...
erstellt von Oliver, am 25.01.2012 um 11:44 Uhr
naja, so schlimm ist das stadionbad ned. mir taugts! und für die kohle, die in der stadthalle verbraten wird und wurde, könnte man das stadionbad seeeeehr lange im winter weiternützen. von einer öffentlichen nutzung zu mittag trau ich mich ja gar nicht zu träumen.
erstellt von Rocco, am 29.01.2012 um 17:19 Uhr