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Kategorie: FLOW-Talk

Yvonne van Vlerken blickt im FLOW-TALK auf turbulente und erfolgreiche Wochen zurück

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Yvonne van Vlerken blickt auf eine erfolgreiche "Dienstreise" zurück. Nach Platz fünf beim Abu Dhabi International Triathlon wurde die Neo-Österreicherin beim hochkarätig besetzten Ironman Melbourne Zweite.

Ihr Hawaii-Ticket hat sie ebenso in der Tasche wie 12.500 Dollar Preisgeld. Aber auch die Gewissheit, dass sie in der Vorbereitung sehr viel richtig gemacht hat - und das ist fast unbezahlbar.

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Im FLOW-TALK blickt die in Vorarlberg lebende Triathletin noch einmal auf turbulente Wochen zurück und wagt auch schon einen Ausblick auf das, was in dieser Saison noch kommt.

 

FLOW-NEWS: Yvonne, du bist nach einem mehr als erfolgreichen Saisonauftakt wieder zurück in Vorarlberg. Wie hast du die letzten Wochen erlebt?

Yvonne van Vlerken: Der Ironman Melbourne ist jetzt etwas mehr als eine Woche her und ich bin noch immer so glücklich wie beim Überqueren der Finishline als Zweite. Und davor hatte ich dieses Abenteuer in Abu Dhabi, wo ich Fünfte werden konnte.

FLOW-NEWS: Einige Experten haben gemeint, dass du dir früh in der Saison zu viel zumutest. Aber das hast du eindrucksvoll widerlegt.

Van Vlerken: Als ich meine Saison geplant habe, haben einige Leute gemeint, dass es zu riskant sei, manche haben sogar gesagt, dass es dumm ist. Aber es gab auch Menschen, die an mich geglaubt haben, die mich ermutigt haben. Was wäre das Leben ohne ein bisschen Risiko? Ich habe riskiert und bin belohnt worden. Abu Dhabi hat mir all die Fragen beantwortet und mir gezeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

FLOW-NEWS: Von den Emiraten ging es direkt weiter nach Australien, wo du dich drei Wochen auf den Ironman Melbourne vorbereitet hast?

Van Vlerken: Es war vom Start weg perfekt, als mich mein alter Kumpel Brett Dunsten in Melbourne am Flughafen abgeholt hat. Geelong kannte ich schon von meinem Aufenthalt 2009, ich habe mich gleich wieder wohlgefühlt und bin auch schnell in einen guten Rhythmus gekommen. Es war auch nett viele alte Freunde zu treffen.

FLOW-NEWS: Wie sah es mit den Trainingsbedingungen aus?

Van Vlerken: Ich habe es genossen. Von den Pool-Sessions mit dem Geelong Swim Team mit meinem früheren Schwimmtrainer John Backworth über die Radausfahrten nach Torque und entlang der Great Ocean Road. Aber am besten waren die Läufe entlang des Flusses. Zwei Wochen vor Ironman Melbourne bin ich bei einem langen, richtig harten Lauf geflogen, das war unglaublich. Ich habe mir gewünscht, dass ich solche Beine auch im Rennen habe.

FLOW-NEWS: Starke Beine brauchte man am Race-Day aber zunächst beim Schwimmen, obwohl es verkürzt worden war. Wie hast du die Aufregung und das Chaos erlebt?

Van Vlerken: Ich war gerade mit meinem Warm-Up fertig, als ich es erfahren habe. Für mich war es natürlich ein Vorteil, denn ich bin nicht unbedingt dafür bekannt, eines von den „first out of the water“-Mädels zu sein. Ich wusste also, dass die Verkürzung gut für mich ist.

FLOW-NEWS: Marino Vanhoenacker hat von drei Meter hohen Wellen berichtet. Wie schlimm waren die Bedingungen aus deiner Sicht?

Van Vlerken: Also mit Schwimmen hatte das nicht viel zu tun. Aber es hat richtig viel Spaß gemacht. Bree Wee hat mir vor dem Start noch die schnellste Linie gezeigt, Belinda Granger hat mich mit Tipps versorgt und Per Bittner hat mir versichert, dass ich nicht ertrinken werde. Als ich aus dem Wasser bin, habe ich gleich die gute Nachricht erfahren: nur zwei Minuten Rückstand auf Caroline Steffen.

FLOW-NEWS: Die waren aber schnell aufgeholt.

Van Vlerken: Ich habe mich richtig darauf gefreut, auf mein neues Simplon Mr. T zu steigen. Der Wind war sehr stark, aber ich habe den Kopf runter genommen und einfach Gas gegeben. Gemeinsam mit Natascha Badmann, die wirklich stark gefahren ist, habe ich schnell Boden gut gemacht und bald waren wir auf den Plätzen eins und zwei. Als ich an ihr vorbei bin, habe ich von einem Ohr zum anderen gegrinst.

FLOW-NEWS: Das Lachen ist dir aber schon wenig später vergangen, als die Referees dich in die Penalty-Box schickten. Was war da los?

Van Vlerken: Ich soll zwei Age-Grouper überholt haben, die mich wenig später zurück überholt haben. Ich wollte nicht hinter ihnen fahren und bin in die Mitte der Straße, was der Referee als Blocking ausgelegt hat. Wir haben fünf Minuten diskutiert, aber es hat nichts genützt. Immerhin war er so nett und hat mir gesagt, wo die Penalty-Box steht, denn ich hatte echt keine Ahnung.

FLOW-NEWS: Den Penalty absitzen waren sicher die längsten vier Minuten deines Lebens, oder?

Van Vlerken: Es war hart! Du liegst in Führung beim Ironman Melbourne und dann stehst du da und musst zuschauen, wie die ganzen Mädels wieder an dir vorbeifahren. Es war nicht einfach, wieder eine Aufholjagd zu starten, vor allem mental, aber was willst du machen? Also wieder Kopf runter und Gas geben!

FLOW-NEWS: Am Marathon ging die Aufholjagd dann erst so richtig los.

Van Vlerken: Ich bin als sechste Dame vom Rad und habe gleich gemerkt, dass meine Gebete von vor zwei Wochen erhört wurden, denn ich hatte richtig gute Beine und fühlte mich über die gesamten 42,195 km wohl. Und so wurde es am Ende ein zweiter Platz hinter Corinne Abrahams, die einen unglaublichen Tag hatte, und vor Caroline Steffen.

FLOW-NEWS: Damit kannst du dein Ticket für Hawaii bereits buchen.

Van Vlerken: Ja, die Qualifikation für die Ironman World Championships habe ich in der Tasche. Es freut mich, dass das bereits so früh in der Saison fixiert wurde. Die 12.500 Dollar Preisgeld sind ein angenehmer Nebeneffekt, vor allem hat es mich aber gefreut, dass so viele Freunde da waren, die diesen Erfolg mit mir gefeiert haben.

FLOW-NEWS: Wie geht es in den nächsten Wochen bei dir weiter, welche Rennen sind geplant?

Van Vlerken: Ich werde unter anderem in Ober-Grafendorf starten und beim Ironman 70.3 St. Pölten. Das nächste große Ziel ist die Challenge Roth und danach natürlich Hawaii. Nachdem ich letztes Jahr nicht teilnehmen konnte, möchte ich in diesem Jahr zeigen, was ich drauf habe. Ich denke, dass ich mir eine solide Basis geschaffen habe, auf der wir jetzt aufbauen können und habe ein sehr gutes Gefühl für diese Saison.

FLOW-NEWS: Wir danken für das Gespräch.


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