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Kategorie: FLOW-Talk

Jakub Maly schwimmt ab September in und für Minnesota. Im FLOW-TALK klärt er auf!

Maly

Jakub Maly wandelt auf den Spuren von Markus Rogan. Im September übersiedelt der 21-Jährige nach Minneapolis, um dort an der University of Minnesota zu trainieren und zu studieren.

Schwimmen wird die OSV-Hoffnung für die nächsten Jahre dann in der 1. Divison der NCAA Championship mit und für eines der erfolgreichsten Teams in der Geschichte des US-Schwimmens.

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"Es ist dies der richtige Schritt, um mich weiterzuentwickeln und meinen sportlichen Zielen wieder einen Schritt näher zu kommen", so Maly.

Wie es überhaupt dazu gekommen ist, warum Florida am Ende doch kein Thema war und welche Erwartungen der WM-Teilnehmer hat, verrät er im großen FLOW-TALK.

FLOW-NEWS: Herzlichen Glückwunsch zu deiner Entscheidung. Seit wann hast du eigentlich mit dem Gedanken gespielt, deinen Lebens- und Trainingsmittelpunkt nach Amerika zu verlegen?

Jakub Maly: Eigentlich schon seit dem Herbst, aber das geht natürlich nicht von heute auf morgen. Aber der Gedanke wurde zur Idee, die in weiterer Folge immer konkreter und jetzt gehe ich im September nach Minnesota.

FLOW-NEWS: Wie kann man sich diesen Weg der Entscheidungsfindung vorstellen?

Maly: Man beginnt sich umzuhören und zu informieren, wie das aussehen könnte. Dann informiert man sich an den Universitäten, da hab ich zum Teil auch Vollstipendien in der 1. und 2. Division angeboten bekommen. Schlussendlich habe ich mit sechs Universitäten Kontakt aufgenommen und mich über Training, Team und natürlich auch Studium interessiert.

FLOW-NEWS: Du warst vor kurzem in den USA, um dir auch vor Ort ein Bild zu machen?

Maly: Ja, genau. Ich war drei Wochen unterwegs und habe mir vier Universitäten angeschaut. Florida State, die SMU in Dallas, Auburn und eben Minnesota. Daheim habe ich mir noch zwei, drei Tage Zeit genommen, aber eigentlich war schnell klar, dass es Minnesota wird.

FLOW-NEWS: Dabei war vor dem Abflug eigentlich Florida State deine erste Wahl, oder?

Maly: Also ich wollte mir Florida unbedingt anschauen. Das Team und vor allem der Trainer haben mich begeistert. Doch dann wurde der Trainer gefeuert, die Situation, wie es weitergeht, war unklar. Und die anderen Universitäten konnten nicht ewig warten.

FLOW-NEWS: Aber Minnesota ist jetzt nicht zweite Wahl?

Maly (lacht): Überhaupt nicht, im Gegenteil. Es hat wirklich alles gepasst, das ganze Paket. Die „Gophers“ sind ein junges Team, es gibt sechs Trainer und zwei Assistenten, die allesamt am Beckenrand stehen, es gibt einen eigenen Krafttrainer. Aber das ist eigentlich selbstverständlich bei Swim-Teams in der 1. und 2. Division.

FLOW-NEWS: Und die Trainingsbedingungen sollen auch sehr gut sein, wie man hört?

Maly: Es gibt ein 50-Meter-Becken mit Tribüne und zusätzlich ein 25-Yards-Becken. Der große Pool ist mit Tribüne und eines der Lieblingsbecken in den USA für große Wettkämpfe. Da fehlt es wirklich an nichts.

FLOW-NEWS: Ein Paradies für jemand der die schwierigen Trainingsbedingungen in Österreich kennt.

Maly: Ich habe mir auch eine Universität der 2. Division angeschaut. Das war eine Stadt mit 13.000 Einwohnern. Die hatten auch ein 50-m-Becken mit acht Bahnen und Tribüne, dazu ein eigenes Sprungbecken mit Turm. Davon kann eine Millionenstadt wie Wien derzeit nur träumen.

FLOW-NEWS: Zurück nach Minnesota: Musstest du bei deinem Besuch auch Vorschwimmen?

Maly: Nein, die Trainer haben natürlich über mich und meine Ergebnisse Bescheid gewusst. Außerdem musste ich im Vorfeld zwei Englisch-Tests absolvieren und meine Zeugnisse übermitteln. Mein Besuch hatte eigentlich den Sinn, dass sie mir die Uni präsentieren und mich überzeugen können.

FLOW-NEWS: Bist du aber dennoch ins Becken gesprungen?

Maly: Ich durfte nur mein eigenes Training absolvieren, nicht mit dem Team schwimmen. Die NCAA, die höchste Instanz im amerikanischen College-Sport, hat da sehr strenge Regeln. Aber ich hoffe, dass ich dem Team ab Herbst helfen kann, denn mit Rang 18 im Championship hatten sie eines der schlechtesten Ergebnisse der letzten Jahre.

FLOW-NEWS: Was erwartest du dir persönlich von diesem Schritt nach Amerika?

Maly: Natürlich ist der Schritt ein großer, ein riesiger. Aber ich weiß auch, dass es eine einmalige Chance ist, meinen Sport auf höchstem Niveau zu betreiben. Und gleichzeitig bekomme ich eine gute Ausbildung. Als ich vor fünf Jahren ganz alleine nach Österreich gekommen bin, war das auch ein großer Schritt. Aber das macht es jetzt ein bisschen einfacher.

FLOW-NEWS: Weißt du schon, wie der Fahrplan bis zu deiner Übersiedelung im September aussieht?

Maly: Ich werde ganz normal in der Südstadt trainieren und mich mit meinem Heimtrainer Walter Bär auf die Weltmeisterschaft in Barcelona vorbereiten, unter anderem auch mit Stars bei der Mare-Nostrum-Serie in Monte Carlo und Barcelona. Dann müssen wir schauen, wie es mit Dinko (Jukic; Anm.) weitergeht, was er schwimmt. Aber ich werde bei der WM die 400 m Lagen und die 200 m Brust schwimmen und dabei dem Finale möglichst nahe kommen.

FLOW-NEWS: Apropos Dinko Jukic: Wie erlebst du als Sportler dieses ständige Hin und Her zwischen ihm und dem Verband?

Maly: In erster Linie ist es schade, dass der Schwimmsport in letzter Zeit vor allem solche Schlagzeilen schreibt. Uns Schwimmer interessiert das gar nicht mehr. Ich persönlich glaube, dass es schwieriger wird, je länger sich die ganze Sache in die Länge zieht. Es sollte wieder um den Sport gehen!

FLOW-NEWS: Wir danken für das Gespräch.


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