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Millars Memoiren
Kategorie: Literatur

"Vollblut-Rennfahrer - Meine zwei Leben als Radprofi" beschreibt Aufstieg und Fall von David Millar

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"Wenn Sie wissen wollen, warum Radfahrer dopen, lesen Sie dieses Buch. Wenn Sie erfahren wollen, wie sie das machen, dann wurde es niemals auf anschaulichere Weise geschildert. Aber die entscheidende Leistung dieses Buches besteht darin, dass es einem den Glauben an den Radsport zurückgibt." (The Observer, London)

Es ist vielleicht eines der aufschlussreichsten Bücher über Ethik im Spitzensport, das der Schotte David Millar im vergangenen Jahr veröffentlicht hat, und das nun auch auf Deutsch vorliegt.

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Ein aktiver Radprofi im Team Garmin-Barracuda, der aktuell seine elfte Tour de France fährt.

Ein Fahrer, der einst an seinem allerersten Tag bei der „Großen Schleife“ gleich ins Gelbe Trikot schlüpfte. Ein Mann, der das Regenbogen-Trikot des Zeitfahr-Weltmeisters hat tragen dürfen.

Ein geständiger Doping-Betrüger, der in seinen Sport zurückgekehrt ist – mit der festen Überzeugung, die alten Fehler nicht zu wiederholen ...

Die Verlockung war zu groß

Jahrelang hatte David Millar als Jungprofi versucht, seinen Prinzipien treu zu bleiben, und den Verlockungen unerlaubter Mittel zu widerstehen.

Doch dann knickte auch er ein, unter den Realitäten des Epo-Zeitalters, und geriet bald ins Visier polizeilicher Ermittlungen.

Bei einer Hausdurchsuchung in seiner Wohnung in Biarritz fanden die Beamten einer Anti-Drogen-Einheit zwei gebrauchte Dopingspritzen.

Rückkehr als neuer David Millar

Nach zwei Nächten im Gefängnis gestand David Millar, was er getan hatte. Alles. Seine Welt brach zusammen. Zwei Jahre wurde er gesperrt, Scham und Perspektivlosigkeit ertränkte er im Martini-Rausch.

Doch dann erkannte er, dass immer noch die Leidenschaft für seinen Sport in ihm brannte. Dass er zurückkehren musste – als ein neuer David Millar. Als ein Rennfahrer, der sich seiner Verantwortung (und seines Privilegs) als geständiger Doping-Betrüger bewusst ist.

Als jemand, der offen darüber reden kann und muss, warum gedopt wird, wie es gemacht wird ‒ und wie es sich in seinem Fall vielleicht hätte vermeiden lassen.

Schonungslose Erzählfreude

In Interviews, vor Fernsehkameras, in Vorträgen vor Funktionären oder als Mitglied der Athletenkommission der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada. Und nun auch als Buchautor.

All das, um einen Beitrag zu leisten, dass junge Talente seine Erfahrungen künftig nicht mehr machen müssen. Und auch als eine eindringliche Mahnung, sich beim Thema Doping nicht länger mit Schwarz-Weiß-Denken zufriedenzugeben.

„Kein anderer Radsportler, der von einer Sperre zurückkam, hat Rennen gewonnen, sich gleichzeitig für einen sauberen Radsport eingesetzt und sich damit den Respekt der Radsportfans verdient“, urteilte unlängst das Fachmagazin Procycling.

In diesem Buch erzählt David Millar seine ganze Geschichte. Mit großer Erzählfreude, mit einer Schonungslosigkeit, die Augen öffnet und jedem Radsport-Romantiker bisweilen wehtun muss ‒ und doch getragen von Optimismus und unbändiger Liebe für die Welt des Pelotons und der Tour de France.


David Millar, Jeremy Whittle: Vollblutrennfahrer. Meine zwei Leben als Radprofi; Covadonga Verlag, 2012; Broschur, 408 Seiten, mit zahlreichen Schwarzweiß-Abbildungen und einer 24-seitigen Farbfoto-Strecke; 16,80 Euro; ISBN 978-3-936973-71-6;


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